Montag, 21. August 2017

Der Champagner-Renner: BMW 320/80 Schnitzer Turbo Walter Brun 1980 von Spark fr Raceland

Aller guten Dinge sind drei! Nach der 79er Variante von Manfred Winkelhock und dem 80er Flachbau, mit dem Strietzel Stuck knapp an der DRM-Meisterschaft scheiterte (unser Bericht), prsentiert Raceland auch noch den zweiten 320 Turbo aus der Saison 1980, der vom Schweizer Walter Brun eher unauffllig pilotiert wurde. Immerhin landete Walti im Endklassement auf Platz 8, wozu auch der dritte Platz am Norisring half, von diesem Rennen kommt auch das Vorbild des Raceland-BMWs. Schnitzer hatte kein leichtes Jahr, Manfred Winkelhock hatte sich verabschiedet, wie auch die Sponsoren Wrth und Rodenstock. Man wollte Hans Joachim Stuck als Fahrer, der allerdings noch auf ein brauchbares Formel-1-Cockpit wartete. Die Entscheidung fiel spt, deshalb gab es etwas Entwicklungsrckstand und keine Sponsoren von Anfang an. Strietzels Auto startete in jungfrulichem Wei, ein seit langem erstmals wieder eingesetztes zweites Fahrzeug war anfangs gelb. Mit Kraus HiFi und der Champagnermarke Abel Lepitre konnte man zwei Werbepartner gewinnen, die Edelbrause verschaffte dem 320 das zu sehende wei/orange/rote nicht unattraktive Design. Whrend Stuck fr die Folgesaison auf den dicken M1 Turbo umstieg, blieb Brun dem 320 treu und der Sponsor ihm. Dementsprechend nderten sich fr 1981 nur Details, der Erfolg blieb allerdings aus und der Schweizer kam nicht unter die ersten zehn im Endklassement. Ab 1982 wurde die DRM mit Gruppe C-Rennern ausgetragen, das war dann das Ende der spektakulren Gruppe 5-Gerte.

Das DRM-Rennen am Norisring 1980 bleibt vor allem wegen des spektakulren Crashs des spteren Titeltrgers Hans Heyer mit seinem Lancia Beta Montecarlo in Erinnerung, Aber auch anderweitig flogen die Fetzen: In der groen Division gerieten die Trainingsschnellsten Stommelen und Wollek aneinander, davon profitierte der Dritte John Fitzpatrick. In der kleinen Division beharkten sich Ertl auf Capri und Stuck mit dem Schnitzer-BMW derart, dass sich beide drehten und die Strecke blockierten. Sie kamen aber wieder in Fahrt und Strietzel kam nicht mehr am Ford vorbei. Wren beide rausgeflogen, wre tatschlich der zurckhaltender fahrende Walter Brun als Sieger abgewunken worden, so blieb ihm Platz 3.

ber das Modell gibt es nur Positives zu berichten. Die Flachbau-320 von Spark sind von Haus aus tolle Modelle, die Detailarbeit in Zusammenarbeit mit Raceland ist hervorragend. Man beachte kleine Details wie den anders geformten rechten Schweller oder den dicken Luftschlauch, der aus dem rechten Seitenfenster ragt. Ansonsten wren ein vollstndiges Cockpit, schne Rder, saubere Beklebung, passgenaue Scheibeneinstze und viele kleine Fototzteile zu erwhnen. Wenn man berhaupt etwas bemngeln will, knnte man eine fehlende senkrechte Verstrkungsstrebe unter der Heckscheibe nennen. Natrlich ist Walter Bruns Auto sportlich nicht so interessant wie das Pendant von Strietzel Stuck, aber aufgrund seiner hbschen Dekoration und der spektakulren Form des Schnitzer-Flachbaus schmckt er jede Vitrine.

Eine kleine Erklrung zu unserer Arbeit: Natrlich suchen wir im eigenen Archiv (Bcher, alte Zeitschriftenjahrgnge usw.) als auch im Web Originalfotos. Im Falle des Brun-BMW ergaben sich Differenzen in der Beklebung, erst ein kurzes Video und eine Rckfrage bei Friedrich Lmmermann von Raceland lsten das Rtsel. Die Sticker vom Salzburgring und von Motorsport Aktuell wurden wohl erst kurz vor dem Rennen aufgeklebt, ebenso die Olympus-Logos auf dem Dach. Allerdings ist noch nicht zu 100% geklrt, ob der 320 den weien Schnitzer-Schriftzug am Heck trug, aber das werden wir auch noch erforschen. Um nicht falsch verstanden zu werden, unser Ziel ist nicht, an jedem Modellauto Fehler zu finden, aber wir freuen uns, wenn der Hersteller seine Hausaufgaben erledigt hat, was bei den Gold Edition Modellen auf jeden Fall zutrifft.

Unser Besprechungsmuster kommt von raceland, dort und bei einigen wenigen ausgesuchten Fachhndlern kann man den auf 300 Exemplare limitierten BMW kaufen.

Fotos und Text: Rudi Seidel

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