Samstag, 24. September 2011
Schnelles aus Resine - Brabus Bullit und Audi RS3 von Schuco Pro R in 1:43
"Resine" ist derzeit das Zauberwort der Modellautoszene. Alle Hersteller haben inzwischen die Vorteile des Spezialkunststoffes entdeckt, der kleine Produktionsmengen erlaubt und damit perfekt für Modelle geeignet ist, deren Vorbilder etwas außerhalb des Mainstreams liegen. Schuco hat seit diesem Jahr eine eigene Resine-Kollektion unter dem Label "Pro R" im Programm, die nun um zwei weitere Modelle erweitert wird.

Der Audi RS3 ist dabei zunächst nur bei Audi erhältlich, wird in anderen Farben aber demnächst auch über Schuco in den Handel kommen. Perfekt proportioniert und satt glänzend lackiert zeigt der Audi dabei auf den ersten Blick die großen Vorteile der Resinemodelle: Messerscharfe Gravuren und feine Details. Die Leuchteinheiten gefallen mit ebenso feinen Details und viel Tiefe, in diesem Bereich hat Schuco bei den Diecastminiaturen ja eine gewisse Meisterschaft erreicht. Schade nur, dass die Gitter an der Front nicht durchbrochen sind, sondern nur strukturierte Teile.

Die Seitenscheibenrahmen bestehen aus schwarz lackiertem, fein verarbeitetem Metall. Der schwarze Innenraum lässt sich durch die Seitenscheiben nur schwer einsehen, aber die Detailierung bewegt sich auf hohem Niveau. Instrumente und Bedienelemente werden mit Decals nachgebildet. Die großen Felgen sind sauber zweifarbig dargestellt, die Bremsen dahinter wirken allerdings sehr simpel. Insgesamt kann der RS3 aber überzeugen, Schuco hat sehr gute Arbeit geleistet, wenngleich der Mehrpreis gegenüber Modellen von Spark oder Neo etwas rätselhaft erscheint.

Mit dem Brabus Bullit widmet man sich einem Vorbild aus einer der bekanntesten Tuningschmieden Deutschlands. Die Kombination aus V12-Biturbo-Triebwerk und Mercedes C-Klasse Karosserie soll für 360 km/h gut sein, natürlich sind enorm breite Reifen und ein bulliges Aerodynamikpaket notwendig. Für 420.000 Euro ist der Bullit erhältlich, da ist das Schuco-Pro R-Modell ein echtes Schnäppchen. Leider kann das Modell aber nicht in jeder Hinsicht überzeugen. Die Optik hat man fraglos gut getroffen, die Gravuren sind präzise und der angesetzte Heckspoiler gefällt. Auch die Felgen sehen gut aus und die Bremsanlage kann gegenüber dem Audi punkten.

Die Kühlschlitze auf der Motorhaube hingegen wirken ungleichmäßig und wie von Hand geritzt. Der Frontgrill ist ein ungleichmäßiges, grobes Stück Resine, das an mäßig detailierte Kleinserienmodelle erinnert, aber gegenüber den Resinemodellen der Konkurrenz sehr abfällt. Die Frontscheinwerfer sind ok, aber die roten Flächen der Rückleuchten waren bei unserem Muster sehr ungleichmäßig lackiert. Auch hier können die nicht durchbrochenen Frontgitter nicht überzeugen. Hinten finden wir einen sehr gut mit Karbonfolie überzogenen Diffusor und bei unserem Muster schief angebrachte Endrohre. Wesentlich angenehmer ist da der Blick in den Innenraum, der fein detailiert ausgefallen ist. Unschön hingegen wirkt das krumm und schief eingepasste Glasschiebedach, das in keiner Weise überzeugen kann. Ein eher unbefriedigendes Modell, besonders für knapp 70 Euro.

Unsere Fotomuster wurden uns freundlicherweise von Menzels Lokschuppen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung!

Text und Fotos: Georg Hämel
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