Sonntag, 15. April 2012

Das letzte Hurra - Lamborghini Murcielago LP670-4 SV von Minichamps, 1:43

Bevor Lamborghini den Murciélago in seinen verdienten Ruhestand schickte, ließen sie mit dem 2009 präsentierten LP670-4 SV die wildeste Variante des zwölfzylindrigen Kampfstiers von der Kette.
Eine Gewichtsersparnis von 100 kg gegenüber dem Basismodell, 670 Pferdestärken und eine überarbeitete Aerodynamik lassen den "Super Veloce" auf 342 km/h rennen, den Sprint von 0 auf 100 km/h hat man in 3,2 Sekunden erledigt. Das wilde Gerät ebnete die Bahn für den Nachfolger Aventador, der sicherlich auch im Laufe seiner Sportwagenkarriere irgendwann ein ähnlich brutales Geschöpf in seine Familiengalerie gestellt bekommt.

Bis dahin muss der LP670-4 SV ausreichen und in Modellform ist er schon vielfach umgesetzt worden. Ein Nachzügler ist dabei das Minichamps-Modell, das im Rahmen der Aachener Lamborghini-Kollektion nun den Weg in den Handel gefunden hat. Neben dem SV sind auch Murciélago Roadster, Reventón, Reventón Roadster und der Murciélago LP640 inzwischen im Handel zu finden - lange hat es gedauert. Das SV-Modell gefällt dabei zunächst mit gelungener Optik, die extremen Formen des wilden Italieners mit langer Schnauze und verspoilertem Heck trifft Minichamps exakt. Die Verarbeitung unseres Musters war sehr gut, der gelbe Lack hochglänzend aufgetragen. Die mattschwarzen Teile sind ebenfalls sauber lackiert, nur die Kanten sind etwas zu sehr abgerundet, das Original zeigt da mehr Schärfe.

Innen gibt es ein vorbildgerechtes schwarzes Cockpit, in dem alle Bedienelemente präzise nachgebildet werden. Silberne Applikationen, ein schön umgesetztes Lenkrad und sportliche Sitze sorgen für realistische Optik. Unter den wabenförmigen Sichtfenstern in der Motorhaube lässt sich eine gute Nachbildung des Zwölfzylinders erkennen, die mit feinen Drucken verziert werden. Die gelungenen Frontscheinwerfer sitzen unter gut passenden Klarsichtabdeckungen, bei denen nur die kleinen Befestigungsnasen etwas stören. Die Rückleuchten begeistern mit viel Tiefe, weniger überzeugend fallen die nicht durchbrochenen Gitter vorne und hinten aus, da bietet das günstigere Hot Wheels Elite-Modell des SV deutlich mehr Details. Auch die Spoilerhalterungen sind sehr grob und wenig vorbildgerecht ausgefallen, im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten fällt das Fehlen jeglicher Karbonnachbildungen an Spoiler und Motorhaube auf. Für über 40 EUR sind wir da heute ein anderes Detaillevel gewohnt. Gelungen sind immerhin die Felgen samt Bremsnachbildungen, die exakt proportioniert sind und gut detailiert wirken. Aber auch die können nicht darüber hinwegtrösten, dass Minichamps hier im Vergleich zu anderen Herstellern etwas an Boden verliert.

Unser Fotomuster wurde uns freundlicherweise von Menzels Lokschuppen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung!

Text und Fotos: Georg Hämel

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