Freitag, 13. März 2026
Toller Erstling im kleineren Maßstab - Alfa Romeo A12 (F12) Servizio Corse 1977 von Mitica, 1:43
Carmodel, der größte Modellautohändler Italiens hat inzwischen auch eine Eigenmarke ins Leben gerufen, unter dem Namen Mitica wurden bereits viele italienische Klassiker in 1:18 produziert, sowohl in Resine oder Diecast. Mit dem Alfa Romeo F12 als Abschleppfahrzeug wurde nun die erste Miniatur in 1:43 ausgeliefert, und soviel sei gleich gesagt, der Erstling ist ein tolles Modell. Für die Besprechung habe ich die gelb/rote Variante der „Assistenza Clienti Sportivi“ ausgewählt, mit der diverse zeitgemäße Rennautos zur Piste transportiert werden konnten. Für die Fotos habe ich einen GTA Junior von Minichamps ausgewählt.
Bereits 1954 erschien der Kleintransporter Romeo, mit ihm wollte Alfa Romeo ein geeignetes Fahrzeug für Handwerker, Gewerbetreibende usw. anbieten, aber auch Sonderaufbauten als Krankenwagen und vieles mehr waren möglich, vor allem, da die Konstruktion mit Frontmotor und Frontantrieb jegliche Freiheit für Sonderaufbauten ermöglichte. Als Motorisierung diente entweder der gedrosselte DOHC-Vierzylinder aus der Giulietta oder ein Zweizylinder-Zweitakt-Diesel. 1966 wurde die zweite Serie vorgestellt, neben vorne angeschlagenen Türen gab es ein Facelift, das den nun als F12 bzw. A12 bezeichneten Kleinlaster moderner aussehen ließ. 1977 kam dann das schwarze Kühlergitter mit dem moderneren, verchromten Scudetto, so sollte der Alfa-Lieferwagen noch bis 1983 produziert werden.
Für Hersteller von Transportfahrzeugen mit Plattform und hydraulisch absenkbarer Hinterachse war die Konstruktion des Alfa Romeo A12 ideal. Man setzte einfach an die Fahrerkabine, die die komplette Technik enthielt, einen Rahmen in der nötigen Länge. Mitica hat das in 1:43 perfekt nachgebildet. Die typische Front des Alfa Romeo ist perfekt reproduziert. Scheibenwischer und Rückspiegel sind fein ausgeführt, das Cockpit ist komplett schwarz und nicht gut einzusehen. Die Beschriftungen sind klar aufgedruckt. Die Räder sind sehr vorbildgerecht, hinten mit Zwillingsbereifung. Passende Ersatzräder liegen hinter dem Fahrerhaus zwischen den Auffahrtsrampen. Die Riffelbleche zeigen eine feine Struktur, mit dem Modell kommen sechs Unterlegkeile zum Fixieren der Ladung. Besonders schön ist der Unterboden gestaltet, wie man auf dem Foto sieht, da fehlt nichts! Wer wert auf drehende Räder beim Modell legt, darf sich auch freuen, überhaupt ist die Fertigungsqualität beeindruckend, vor allem, wenn man bedenkt, dass dieses Modell nur rund 40 Euro kostet. Bleibt zu hoffen, dass Mitica auch in 1:43 weitere Modelle bringt, wie wäre es denn mit dem Riva-Junior-Motorboot, das gerade in 1:18 auf den Markt kam? Aber es dürfte auch gerne eine größere Riva sein, mal sehen, welche Ideen Carlo Pretaroli von Carmodel und sein Team aus dem Köcher ziehen...
Unser Fotomuster kommt von Supercars in München, vielen Dank für die Unterstützung.
Fotos und Text: Rudi Seidel






















