Mittwoch, 11. März 2026

Siegertypen für ein Jahr - BMW 528i 24h Spa 1982 von IXO, 1:18

Das Jahr 1982 brachte im Motorsport wieder einmal eine Zäsur. Neben dem Monoposto-Bereich gab es für Rennsportwagen nur vier mögliche Kategorien: die Gruppen A, B, C und N. Tourenwagen sollte es nur noch in den Gruppen A und N geben, wobei letztere in erster Linie im Rallyebereich zum Einsatz kommen sollte. Die Gruppe A sollte die unbeliebten Fahrzeuge der vorigen Gruppe 2 ablösen, die sich international nie durchsetzen konnte. Sie verlangte seriennahe Fahrzeuge, deren Straßenpendants mindestens in 5000 Exemplaren pro Jahr produziert werden mussten und die in einem streng gesetzten Rahmen modifiziert werden durften (was natürlich über die Jahre zu immer neuen Diskussionen führen sollte).

Der Start 1982 brachte ein buntes Teilnehmerfeld an den Start, das in drei leistungsbezogene Divisionen unterteilt war. In der stärksten Division war BMW klarer Favorit, die mit dem 528i erstmals wieder einen Viertürer an den Start brachten, einen Tourenwagen, wie es wohl kaum klassischer geht. Der von der BMW Motorsport GmbH mit einem entsprechenden Kit überarbeitete Fünfer war sicher nicht der schnellste, aber der zuverlässigste – was sehr wichtig wurde, als Jaguar den XJ-S an den Start brachte, der den BMW zwar leistungsmäßig klar übertraf, aber oft von Defekten geplagt wurde.

Saisonhöhepunkt waren die 24 Stunden von Spa-Francorchamps, die endlich wieder Teil der europäischen Tourenwagen-Meisterschaft waren. 52 Starter traten an, darunter erstmals ein zweiter Jaguar und insgesamt 10 BMW 528i. Zunächst zog ein Jaguar auf regennasser Strecke von der Pole-Position an der Spitze davon, doch schon in der ersten Runde zogen mehrere BMW vorbei. Einer der schnellen „Bastos“-BMW musste schon nach 12 Runden die Segel streichen, aber ein weiterer „Bastos“-Fünfer mit Armin Hahne setzte sich an die Spitze und konnte sich mit seinen Mitfahrern Hans Heyer und Eddy Joosen auch dort halten. Die Jaguar kämpften sich bei trockener Strecke wieder weiter nach vorne, fielen aber beide nach technischen Problemen aus. Somit blieb die Spitze fest in bayerischer Hand. Heyer/Hahne/Joosen siegten im „Bastos“-Juma-528i vor dem WM-Racing Fünfer im „Gitanes“-Kleid mit Jean-Pierre Jarier, Jean-Louis Trintignant (ja, der Filmschauspieler) und Lokalmatador Thierry Tassin, auf dem dritten Platz landeten Umberto Grano, Helmut Kelleners und Siegfried Müller Jr. im Eggenberger-BMW (Grano und Kelleners wurden später Europameister). Die ersten sechs Plätze gingen an BMW.

IXO hat in 1:18 schon verschiedene außergewöhnliche Renn- und Rallyeboliden umgesetzt, da passen die Renn-Fünfer gut ins Programm – auch, wenn sie nur in einer Saison erfolgreich eingesetzt wurden. Es gibt jeweils zwei Autos im „Bastos“ und im „Gitanes“-Look, darunter auch den Sieger und den Zweitplatzierten. Die Form erscheint mir gut getroffen, nur die Heckschürze ist zu flach und die Chromleiste in den Heckleuchten dürfte einen Hauch breiter sein. Ansonsten schaut der Fünfer gut aus und macht im kompetent aufgebrachten Renndesign eine exzellente Figur. Seltsam, dass IXO die kompletten Zigarettendesigns anbringt, während man bei Spark immer Decals stückeln muss…

Die Innenräume sind sehr spärlich detailliert, hier wäre sicher mehr drin. Außer einem gut dargestellten Armaturenbrett, dem Fahrersitz und dem Überrollkäfig ist hier nicht viel zu sehen, man hat aber immerhin unterschiedliche Käfige für „Bastos“ und „Gitanes“ verwendet. Auch das Fanggitter an der Fahrertür bei dem Siegerwagen wurde nicht vergessen. Schön sind auch die unterschiedlichen Felgen, schade nur, dass IXO weiterhin keine Lenkung verbaut. Zwei schöne Modelle von interessanten Vorbildern.

Fotos und Text: Georg Hämel

unsere fachhandelspartner:

Falls Sie Interesse an unserem Partnerprogramm haben freuen wir uns über eine Nachricht an info@auto-und-modell.de.