Mittwoch, 3. Februar 2010
Wankel-mutig - Mazda RX-7 Savanna von AutoArt, 1:18
Der RX-7 Savanna trat 1978 an, um einmal mehr unter Beweis zu stellen, dass der Kreiskolbenmotor nach dem von Felix Wankel entwickelten Prinzip, eine Zukunft hatte - auch wenn sich fast alle Autohersteller inzwischen von diesem System verabschiedet hatten. Zu anfällig, zu durstig - der Antrieb war als Fehlschlag abgehakt. Lediglich Mazda sah immer noch Potenzial im Wankelmotor. Jahrelang wurden alle Mazda-Modelle optional mit Wankel-Antrieb angeboten, doch 1978 mussten selbst die kreiskolbenverliebten Japaner dem Markt Tribut zollen. Der hohe Verbrauch und die unbefriedigende Zuverlässigkeit ließen die Kunden am Wankelmotor zweifeln, bis auf den 929 stellte Mazda alle Modelle mit Kreiskolbenmotor ein - aber für den neuen Sportwagen im Mazda-Programm setzte man doch wieder auf das umstrittene Aggregat, dem die Mazda-Techniker durch zahlreiche Überarbeitungen nun bessere Manieren beigebracht hatten.

Anscheinend hatten die Mazda-Techniker alles richtig gemacht, denn der RX-7 entwickelte sich zu einem echten Hit. Die attraktiv gestaltete Karosserie im typischen Stil der späten siebziger Jahre hatte sicher ihren Anteil am Erfolg, aber auch der niedrige Preis des Sportlers dürfte entscheidend gewesen sein und machte den Mazda zu einem wahren Dauerbranner auf dem Sportwagensektor. Selbst im Motorsport hinterließ der RX-7 in turbogeladener Rennvariante satte Beschleunigungsspuren und wurde unter Anderem von Vic Elford erfolgreich in verschiedenen Rennserien eingesetzt. Bis zur Einstellung der ersten Generation des RX-7 1985 wurden über 470.000 Fahrzeuge gebaut und machen den RX-7 damit zum bis heute erfolgreichsten Automobil mit Wankelmotor. Bis heute ist Mazda dem Kreiskolbenmotor treu geblieben.

Der RX-7 hat sich seinen Platz in der Automobilgeschichte also redlich verdient, umso wichtiger, dass ihm nun von AutoArt auch ein entsprechend hochwertiges Modell gewidmet wird. Die erste Farbversion in schrillem grünmetallic ist sehr "seventies-like" und entspricht der ersten Präsentationsversion des schicken Japaners. Auch die wenig dezente Farbgebung des Innenraumes weist den RX-7 eindeutig als Kind der Siebziger aus, AutoArt hat natürlich eine rechtsgelenkte japanische Variante gewählt, die auch an den typischen Rückspiegeln dentifizierbar ist.

Innen ist das Modell nicht nur farblich sehr vorbildgerecht, auch die Detailierung entspricht exakt dem 1:1-Mazda. Von den liebevoll nachempfundenen karierten Sitzbezügen über das schlichte, aber sehr zeittypische Cockpit samt schmaler Chromapplikation beweist das Modell, dass die AutoArt-Entwickler ihre Hausaufgaben sorgfältig erledigt haben. Beachten Sie nur die Nachbildung des Faltenwurfes der Sitzbezüge und die präzise Bedruckung von Schaltern und sonstigen Bedienelementen. Die große Kofferraumklappe aus Glas im Heck des RX-7 öffnet mit filigranen Teleskopstangen und darunter liegt ein mit Teppichnachbildung ausgekleidetes Kofferabteil mit Sicherungsgurt, der auch noch filigrane Schnallen trägt. Perfekt!

Unter der Motorhaube, die, wie alle beweglichen Teile, mit extrem schmalen Spalten schließt, bietet sich rein ästhetisch kein sonderlich schönes Bild, Das liegt aber keinesfalls an der AutoArt-Nachbildung, sondern am Vorbild, welches im Motorraum eben nicht viel mehr zu bieten hat, als ein wildes Gewirr aus Kabeln und Schläuchen. Der Wankelmotor ist tief unter diesem Chaos zu erkennen, obenauf thront der große blaue Luftfilter. Natürlich ist alles realistisch eingefärbt und natürlich ist auch jedes kleine Nebenaggregat an seinem Platz zu finden. Auch hier macht AutoArt also alles richtig.

Selbstverständlich hat der RX-7 klappbare Frontscheinwerfer und ebenso selbstverständlich ist die AutoArt-typisch feine Ausführung der Beleuchtungseinheiten vorne und hinten. Einmal mehr setzt man hier Maßstäbe. Marken- und Typenschriftzüge sind perfekt verarbeitete Metallsticker, das Lackfinish ist hochwertig und glänzend, der gesamte Verarbeitungseindruck erstklassig. Natürlich hat man auch die Leichtmetallfelgen ebenso erstklassig umgesetzt. Insgesamt wirkt das Modell extrem realistisch und kann aus jedem Blickwinkel überzeugen, AutoArt wird dem Firmennamen einmal mehr gerecht!

Unser Fotomuster wurde uns freundlicherweise von Menzels Lokschuppen zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns herzlichst für die Unterstützung!

Text und Fotos: Georg Hämel

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