Montag, 1. Februar 2010
Kurz und gut - Ferrari 250 GT SWB von Hot Wheels Elite, 1:43
Leider ein bisschen zu spät für den fünfzigsten Geburtstag im Vorjahr gibt es die Ferraris legendäre Kurzchassisberlinetta mit dem hinreißenden Pininfarina-Design nun auch vom Inhaber der Ferrari-Exclusivlizenz. Wir haben das Vorbild auf diesen Seiten im Zusammenhang mit den exzellenten Modellen aus dem Hause CMC schon ausgiebig gewürdigt, können uns bei den neuen 1:43-Modellen von Hot Wheels Elite also rein auf die Miniaturen konzentrieren. Haben die Amerikaner einen anständigen Job gemacht?

Zunächst einmal sei festgestellt, dass auch diese Modelle - wie so viele aus der Hot Wheels Elite-Serie im Maßstab 1:43 - auf einem Modell einer Kioskserie basieren. Das muss nun beileibe nichts Schlechtes sein, solange diese Basis stimmig ist - und glücklicherweise ist das hier der Fall. Die Form des 250 GT SWB sitzt wie angegossen und orientiert sich an den ersten ab 1959 ausgelieferten Exemplaren des Vorbildes, eindeutig an der Form des Kühlergrilles und der Seitenfenster identifizierbar. Das ist sehr erfreulich, werden doch meist eher die späteren Versionen im Modell nachgebildet.

Die Proportionen sind also stimmig umgesetzt, schön wäre es noch gewesen, wenn man im Rahmen der Verbesserungen des Basismodelles die Scheibenrahmen verchromt dargestellt hätte, aber nun ja, das ist ja auch bei teureren Herstellern immer noch nicht Standard. Sehr schön hingegen sind die filigran geätzten Felgen ausgefallen, die das Erscheinungsbild der Modelle sehr verbessern. Das Modell liegt vorbildgerecht tief auf der Modell-Straße, da könnte sich so mancher 1:18-Edelhersteller mal ein Beispiel nehmen...

Im Detail hat man den SWB gegenüber dem Basismodell an vielen Stellen verbessert, so sind die Leuchten vorne und hinten etwas feiner detailiert und die Frontscheibe wird in 1:43 mit geätzten Wischern gereinigt. Auf der Motorhaube sitzt ein ebenfalls mit Ätzdetails versehener Fliegenabweiser, vorne ist eine zusätzliche Frontleuchte unter dem rechten Scheinwerfer angebracht. Diese ist für die silberne Le-Mans-Variante auch korrekt, war aber ansonsten nicht an den Renn-Berlinetten zu finden. Das Interieur kann nun mit bedruckten Instrumenten und einem gelungenen Lenkrad in Holzoptik glänzen, ist aber durch die recht schmalen Fensterflächen nur schwer einsehbar.

Der 250 SWB ist in drei Versionen erhältlich. In Rot sind der Wagen von Tavano/Loustel aus den 24 Stunden von Le Mans 1960 und die Berlinetta von C.M. Abate aus Monza 1960 erhältlich - ärgerlich nur, dass der Tavano/Loustel-Wagen eigentlich blaumetallic lackiert war und die Stoßstangen des normalen Straßenautos trug... Nehmen wir das Modell einfach als rote Rennberlinetta und denken wir lieber nicht darüber nach, wie es zu solchen Fehlern kommen kann. Sehr schön und vorbildgerecht wurde hingegen die dritte Version umgesetzt, die das Auto der Ecurie Francorchamps aus den 24 Stunden von Le Mans 1960 nachbildet, bei der das silberne Auto mit seinen Piloten Pierre Noblet und Léon Dernier (Eldé) den sechsten Klassenrang belegen konnte. Hier stimmt (bis auf die Schriftart der Startnummern) alles und sieht sehr gut aus. Überzeugend auch die Verarbeitung der Startnummern und des dunkelblauen Längsstreifens, ohnehin konnten unsere Muster in dieser Hinsicht rundum überzeugen.

Ein feines Modell, bei dem ein wenig Vorbildrecherche in Bezug auf die dargestellten Varianten hätte helfen können. Dennoch ist der 250 SWB von Hot Wheels Elite aufgrund seiner Qualitäten eine echte Bereicherung der Ferrari-Modellszene in 1:43 und lässt auf weitere Versionen hoffen!

Text und Fotos: Georg Hämel

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