Samstag, 3. Oktober 2009

Opel - der Zuverlässige: Blitz und Rekord Lieferwagen von Starline Models in 1:43

Nach DKW ist Opel erst die zweite deutsche Automarke im Programm von Starline Models. Überraschend auch, dass man sich für zwei Lieferwagen als Vorbilder entschieden hat. Die Erklärung ist, dass man ein Joint Venture mit dem HO-Hersteller Brekina getroffen hat, der diese Modelle unter der Marke Bing der Post Collection liefert, natürlich in entsprechenden Outfits. Den Sammler erfreuen solche Abkommen, bringen sie doch attraktive Modelle zu recht moderaten Preisen.

Opel Rekord Kastenlieferwagen 1960-1962
Bei Opel war es Tradition, von jeder Olympia- bzw. Rekord-Baureihe auch einen Lieferwagen anzubieten. Allein von dem Vorbild des Starline-Modells wurden in drei Jahren über 38.000 Stück produziert, die meisten davon gingen in den Export. Vom Caravan unterschied sich der Lieferwagen nur durch den Ersatz der seitlichen Fenster mittels Blechteilen sowie die fehlende Rücksitzbank und etwas weniger Zierleisten.
Das Modell zeigt eine gelungene Grundform. Stoßstangen, Grill, Türgriffe, Rückspiegel, Scheinwerferringe, Radkappen, Tankdeckel und Scheibenwischer sind Chromteile, die Rücklichter einzeln eingesetzt, die Schriftzüge sauber aufgedruckt. Die Zweifarbenlackierungen bei den Gasolin- und Shell-Versionen sind sauber abgesetzt, die Werbedrucke bei allen vier Modellen sehr akkurat aufgedruckt. Der Innenraum gefällt mit der Nachbildung der Sitzbank, Türverkleidungen, Lenkrad mit Schalthebel und einem schönen Armaturenbrett. Am Boden sind die wichtigsten Technikelemente sowie ein eingesetzter Endschalldämpfer mit Rohr wiedergegeben. Ein Tipp: Wem wie mir die Weißwandreifen für einen Lieferwagen etwas zu geschleckt aussehen, dreht sie einfach nach innen oder beglückt ein anderes Modell mit passender Dimension damit!

Opel Blitz Kastenlieferwagen 1959-1965
Der von Starline präsentierte Blitz Kurzhauber löste 1959 den ersten Nachkriegsblitz ab. Selbst der fehlende Dieselmotor konnte den Erfolg dieser Baureihe nicht verhindern. Mit dem vom Kapitän stammenden 6-Zylinder-Triebwerk mit 70 PS war der Blitz recht flott, aber mit ca. 15 Liter/100 km eben auch sehr durstig. Erst 1964 wurde ein von Peugeot stammender Dieselmotor angeboten, 1966 gab es ein Facelifting mit kantigerer Front und 1975 kam das Aus für den Opel Blitz. Neben dem Kastenwagen gab es natürlich auch eine Pritsche und viele Sonderaufbauten wie Feuerwehr, Krankenwagen, Busse oder sogar einen Sattelschlepper.
Starline hat aus gutem Grund den Kastenwagen als Vorbild gewählt, dieses Modell war auch bei der Post beliebt. Die Form ist sehr gut getroffen, die Metallkarosserie und das Kunststoffdach passen einwandfrei, auch in der Farbe gibt es keine Abweichungen. Naturgemäß gibt es weniger Chrom, lediglich Scheinwerferringe, Wischer und den Grill. Blinker und Rücklichter sind eingesetzt, ebenso die mattsilbernen Außenspiegel. Die Schiebefenster sind geöffnet, das Interieur ist komplett mit zwei Sitzen, Türverkleidungen, Lenkrad und einem leider unbedruckten Armaturenbrett. Felgen und Reifen sind sehr schön nachgebildet, das Ersatzrad sieht man als Relief am Unterboden.
Von den Varianten gefallen mir besonders der Handelsgold-Transporter und das Lieferfahrzeug des Schweizer Metzgers Bisang, beide sehr schön bedruckt und sogar mit landestypischen Kennzeichen. Der blaue Semperit-Transporter aus Holland trägt eine der typischen Lieferwagenfarben aus der Zeit, dagegen fällt die unbedruckte Variante etwas ab. Als Postauto kann man den Blitz in gelb oder grau übrigens bereits bei der Deutschen Post Philatelie bestellen.

Diese Opel-Modelle sind ein gelungener Einstieg der noch jungen Marke Starline Models in ein neues Marktsegment, und eine Empfehlung für den interessierten Sammler.

Text und Fotos: Rudi Seidel. Wir danken Roland Ender von Starline Models für die Unterstützung.

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