Donnerstag, 19. Februar 2026

Zum runden Geburtstag - Ferrari F80 von Bburago, 1:18

Jubiläen müssen gefeiert werden und gerade bei Ferrari gönnt man der treuen Kundschaft gerne etwas ganz Besonderes – natürlich auch etwas besonders Teures, aber das versteht sich ja von selbst. Für den Achtzigsten setzt man die Reihe der limitierten Top-Super-Hypersportwagen fort, die einst mit dem 288 GTO ihren Anfang nahm. Der neue hört auf den Namen „F80“ und soll den „State of the Art“ des Sportwagenbaus bei Ferrari verkörpern. Rein äußerlich tut er dies mit einer aerodynamisch äußerst ausgefeilten Karosserielinie, die aber ästhetisch durchaus herausfordernd ist. Unter der Kohlefaserhaut sitzt WEC-Hypercartechnik, denn der Motor wird aus dem siegreichen 499P adaptiert, ein Biturbo-V6 mit 900 PS Leistung, den man mit drei Elektromotoren zu einem Antriebssystem verbindet, das bis zu 1.200 PS auf die Straße bringen soll. Und damit all die schöne Technik nicht abfliegt, gibt es eben die hoch komplexe Kohlefaserhaut, in deren Design Flavio Manzoni und sein Team auch reichlich F1-Erfahrung haben einfließen lassen.

Dieses komplexe Gebilde achtzehnfach zu verkleinern ist keine Kleinigkeit. Bburago hat sich der Aufgabe gestellt und auf den ersten Blick einen exzellenten Job gemacht. Natürlich ist man nicht der erste Anbieter in dieser Baugröße – MR und BBR waren schneller – aber als Diecast-„all open“-Modell für einen überschaubaren Preis ist Bburago der erste und einzige Anbieter. Das hier gezeigte „Signature“-Modell wurde von Carmodel in Italien in Auftrag gegeben, über Bburago gibt es inzwischen die günstigere „Race and Play“-Variante ohne Seitenscheiben und mit weniger Dekoration.

„All open“ ist hier ein wenig fehl am Platze, denn der F80 hat keine öffnende Frontpartie, aber Türen und Motorhaube klappen auf und lassen gewisse Einblicke zu. Das Interieur bietet unterschiedliche Farben für Fahrer- und Beifahrersitz und fein bedruckte Mittelkonsole und Lenkrad. Die Displays sind aufgeklebt, der Feuerlöscher verträgt etwas Farbe. Im Motorraum fällt der Blick auf reichlich Carbonnachbildungen unter denen sich dann das Triebwerk versteckt – wie beim 1:1 F80. Die angedeuteten Federelemente und die Abgasanlage hätten etwas mehr Detailliebe vertragen. Außen zeigen natürlich die verschlossenen Gitter rundum das günstigere Preislevel, wie auch die aufgedruckten Rückleuchten (die nun wirklich nicht hätten sein müssen). Auf der Habenseite sind der sehr gute Lack und die gelungenen Felgen zu verbuchen. Der Heckflügel ist ausfahrbar, was bei meinem Modell allerdings einen massiven Kraftaufwand gebraucht hätte. Die Vorderräder sind lenkbar, die Frontleuchten sehen ordentlich aus und die Aerodynamikdetails hat Bburago sehr gut umgesetzt. Ein ordentliches Modell, aber Bburago sollte schon ein wenig im Detailgrad zulegen. Die Konkurrenz aus Frankreich ist da schon enteilt…

Fotos und Text: Georg Hämel

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