Montag, 5. Januar 2026

So kann man den 80. Geburtstag feiern - Ferrari F80 von Looksmart, 1:43

Ein Jubiläum ist immer ein guter Grund, sich etwas besonderes zu gönnen, da kommt es Ferrari gerade recht, dass die Marke 2027 ihr 80-jähriges Bestehen feiert. So kommt auch der neue Supersportwagen aus Maranello zu seinem Namen, einfach F80, wie schon 40 Jahre früher der F40. Eigentlich wurde dieses Wunderwerk der technischen Möglichkeiten bereits am 17. Oktober 2024 vorgestellt, aber die Produktion der 799 geplanten Exemplare sollte Ende 2025 beginnen und erst 2027 abgeschlossen sein. Natürlich sind alle Exemplare bereits vorbestellt, selbst, wenn man die 3,6 Millionen Euro übrig hätte, wäre man schon zu spät dran. Und aus zweiter Hand kann man mit deftigen Preissteigerungen rechnen, wie die Vorgängermodelle beweisen.

Vom 1984 präsentierten 288 GTO über F40, F50, Enzo und LaFerrari reichen diese ganz besonderen Modelle von Ferrari, zu denen sich jetzt der F80 gesellt. Die technischen Voraussetzungen hat er sicherlich, man konnte auf Elemente des dreifachen Le Mans-Siegers, des Hypercars 499P , aber auch aus dem aktuellen Formel 1 zurückgreifen. Wie beim 499P besteht das Antriebssystem aus einem V6 mit drei Litern Hubraum und zwei Turboladern, der 900 PS leistet, dazu kommen drei Elektromotoren, zwei davon an der Vorderachse, die Systemleistung beträgt insgesamt 1200 PS! Um diese Power auf die Straße zu bringen, gibt es Elektronik ohne Ende, sowohl beim Antrieb als auch beim Fahrwerk. Ziel der Entwicklung war, dass man den F80 auch als Gran Turismo für Touren nutzen kann, das Gepäck muss man aber bei einem Kofferraumvolumen von 35 Litern anderweitig transportieren. Beim Design legte man ausgesprochen großen Wert auf Aerodynamik, Kühlluftführung und Abtrieb, immerhin saugt sich der F80 bei 250 km/h mit 1050 kg Downforce auf die Straße. Die Optik ist sicherlich Geschmackssache, Paul Englert verglich sie in seinem Fahrbericht für auto motor sport etwas despektierlich mit einem Lego-Technik-Bausatz. Die angeblichen, vom Ferrari-Designchef Flavio Manzoni genannten Reminiszenzen an den F40 kann ich nicht wirklich erkennen, auf jeden Fall sieht der Neue spektakulär aus. Genau so spektakulär lesen sich die Leistungswerte: 2,15 Sekunden von 0 auf 100 km/h, 5,75 Sekunden auf 200 km/h und eine bei 350 km/h abgeregelte Höchstgeschwindigkeit, aber andererseits ein Bremsweg von 28 m von 100 km/h auf 0 sind beeindruckend. Auf der Straße werden wir den F80 eher selten sehen, die meisten Exemplare landen sicherlich in klimatisierten Garagen.

Als Modellautosammler hat man das Glück, dass Looksmart jeden neuen Ferrari in 1:43 produziert, die Entwicklung der Miniaturen erfolgt in Italien, die Produktion in China. Der F80 zeigt die üblichen Qualitäten, die Form passt perfekt, die Lackierung ist hochglänzend. Unser Muster trägt Rosso Supercar, ein intensiv leuchtendes Metallicrot. Die Verarbeitung ist makellos, Karbonflächen, sauber eingesetzte Scheiben und geätzte Lüftungsgitter sowie tolle Räder mit dahinter liegenden Scheibenbremsen mit gelben Sätteln machen Freude. Am Fahrzeugboden sieht man lediglich Luftführungskanäle und den langen Diffusor am Heck, das ist beim Original kaum anders. Im Cockpit sieht man den roten Schalensitz für den Piloten, der Beifahrer muss leicht nach hinten versetzt auf einem etwas schmaleren Möbel Platz nehmen. Ansonsten überwiegt im Interieur Schwarz und Karbonstruktur.

Für Fans klassischer Ferraris mag der F80 einen Kulturschock darstellen, aber seit der Einführung des Purosangue ist man ja von Maranello einiges gewöhnt. Zumindest ist der neue Supersportwagen ein Statement des technisch möglichen und auf diese Weise faszinierend.

Unser Fotomuster kommt von Supercars in München, vielen Dank für die Unterstützung.

Fotos und Text: Rudi Seidel

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