Montag, 1. Dezember 2025
Vorbote der Shelby Cobra - AC Ace Bristol Ecurie Lausannoise Le Mans 1961 von Spark, 1:43
Nachdem ich bereits zwei AC Ace von Spark präsentieren konnte (siehe unser Archiv), ist diesmal einer der beiden Teilnehmer von den 24h Le Mans 1961 an der Reihe. Wie seine Kollegen aus früheren Jahren finde ich auch dieses Modell sehr gelungen.
Zur Entstehung und Entwicklung dieses zierlichen Roadsters habe ich bereits in den anderen Artikeln einiges geschrieben, das man dort gerne nachlesen kann. 1961 ging die Karriere des AC Ace mit dem ursprünglich bei BMW entwickelten Sechszylinder-Triebwerks langsam zu Ende, vor allem, weil Bristol die Produktion des Motors einstellte. Bei AC ging es ja dann mit Carroll Shelby und amerikanischen V8-Maschinen weiter. Immerhin traten 1961 zwei der Ace Roadster unter französischer bzw. Schweizer Meldung in der Sarthe an. Einer schaffte es immerhin auf Rang 17, dieses Auto mit der Startnummer 28 gab es bereits bei Spark, jetzt wurde die #29 ausgeliefert. Unter der Bewerbung der Equipe Lausannoise gingen Edgar Berney und André Wicky an den Start, hatten aber nicht viel Glück. Man musste schon ganz früh einen Boxenstopp einlegen und in der 11. Stunde war endgültig Schluss mit überhitztem Motor. Ob die aerodynamisch „optimierte“ Schnauze dazu beigetragen hat? Der letzte Auftritt eines AC Ace in Le Mans endete 1962 übrigens in der fünften Stunde mit Kupplungsschaden, auch dieses Modell kommt von Spark.
Wenn man diesen AC mit seinen Modellkollegen vergleicht, sieht man unheimlich viele kleine Unterschiede. Das hinterlässt den Eindruck, dass der oder die Entwickler mit großer Detailverliebtheit am Werk waren. Das aufgenietete Blech an der Schnauze, die Beule auf der Haube, andere seitliche Lüftungsgitter und weitere Kleinigkeiten sind typisch für genau diesen AC. Dazu kommt das (vielleicht eine Idee zu hohe) Hardtop mit seinen filigranen seitlichen Befestigungen und den Schiebefenstern. Das Cockpit ist fein reproduziert, Lackierung und Beklebung dürften passen, leider gibt es sehr wenige Originalfotos. Kein Wunder, hat der AC doch keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eine Frage bleibt offen: Warum haben die Speichenräder vorne einen silbernen und hinten einen dunklen Hintergrund?
AC Ace Bristol Ecurie Lausannoise Le Mans 1961, Spark, Bestellnummer S9497, Auslieferung Oktober 2025, keine bekannte Limitierung, Made in Madagascar.
Unser Fotomuster kommt von Supercars in München, vielen Dank für die Unterstützung.
Fotos und Text: Rudi Seidel























