Mittwoch, 20. August 2025
Verfeinerter Nachfolger des Roma - Ferrari Amalfi von Looksmart, 1:43
Mit dem Ferrari Amalfi präsentiert Italiens legendäre Sportwagenmarke den Nachfolger des von 2020 bis 2024 produzierten Roma und ihr neues Einstiegsmodell, soweit man ein über 200.000,- Euro teures Auto so nennen kann. Die Grundkonzeption wurde nicht verändert, der Käufer bekommt ein Coupé mit einem V8-Biturbo, der als Frontmittelmotor eingebaut wird und für ausgewogene Gewichtsverteilung sorgt. Auf Hybridtechnik wurde verzichtet, wie die Auto Zeitung so schön schrieb, “soll der Neue ganz klassisch über acht Pötte feuern und der leidenschaftlichen Verbrennung fossilen Kraftstoffs frönen“. Natürlich wurden alle Komponenten geprüft und optimiert, aus 3,9 Litern Hubraum holt man jetzt 640 PS bei 7500 1/min, also 20 PS mehr als beim Vorgänger. 3,3 Sekunden von 0 auf 100 Km/h und 320 Km/h Spitze sind möglich, dank neuem Brake by Wire-System kommt der Amalfi aus 100 Km/h nach 30,8 Metern zum Stillstand. Im Cockpit wurden wieder einige haptische Knöpfe verbaut, die Vorteile gegenüber der Bedienung über Touch Screens bringen.
Beim Exterieur wurde besonderes Augenmerk auf verbesserte Aerodynamik und Fahrstabilität gelegt, wie der aktive Spoiler am Heck beweist. Die Frontgestaltung erinnert an den großen 12cilindri, mir persönlich hat in dieser Beziehung der Roma mit seinem Kühlergrill mit verchromtem Cavallino Rampante besser gefallen. Dafür empfinde ich die stärker modellierten Flanken und das aufgeräumtere Heck des Amalfi als Fortschritt. Die Präsentationsfarbe nennt sich „Verde Costiera“ und ist laut Werbesprech „ein brillanter Teal-Grün-Ton, von den Reflexionen des Meeres an der Amalfiküste inspiriert und unterstreicht die skulpturierten Flächen des Fahrzeugs“.
Die Auslieferung an Kunden soll ab Januar 2026 erfolgen, da haben die Modellautosammler es besser, Looksmart hat den Amalfi in Verde Costiera schon ausgeliefert, allerdings ist er bei vielen Händlern bereits ausverkauft, aber es kommen ja noch viele andere Farben. Mal sehen, welche Namen für zukünftige Typen den Leuten in Maranello noch einfallen, irgendwann gehen ihnen vielleicht die mondän klingenden Orte in Italien aus. Jesolo oder Bibione wären dann doch nicht ganz passend...
Ein kleiner Sidekick sei erlaubt: Es gab schon einmal ein Auto namens Amalfi, allerdings als eher tragischen Held der Fernsehserie „PS“ aus den 70er Jahren. Um mögliche Probleme beim Autokauf darzustellen, wurde ein Fiat 132 unter anderem mit Scheinwerfern des VW Passat und Rücklichtern des Mercedes /8 verfremdet und als Amalfi CS 1800 der fiktiven Automarke Atlantis präsentiert. In der Serie erlebten die Besitzer bis zum Motorschaden alles mögliche.
Über das Modell von Looksmart muss man nicht allzu viel schreiben, die Qualität dieser Miniaturen ist gleichbleibend sehr hoch. Die elegante, glattflächige Linie des Ferrari Amalfi ist hervorragend wiedergegeben, alle Details sind sowohl außen als auch im Cockpit fein ausgeführt. Die Lackierung ist hoch glänzend und feinkörnig, die Verarbeitung der Fensterflächen einwandfrei. Die 20-Zoll-Räder sind originalgetreu, die Bremsanlage ist durch die feinen Speichen gut zu sehen. 140 Euro sind natürlich kein Sonderangebot, aber man bekommt schon etwas dafür!
Unser Fotomuster kommt von Supercars in München, vielen Dank für die Unterstützung.
Fotos und Text: Rudi Seidel

























