Donnerstag, 7. Dezember 2023

Erstes Modell vom Jubiläumsrennen: Porsche 963 Le Mans 2023 von Spark für Porsche, 1:43

Das Jahr 2023 war für das 24 Stunden-Rennen von Le Mans ein ganz besonderes: Erstens feierte man das 100jährige Jubiläum und zweitens kamen mit Ferrari, Porsche, Cadillac und Peugeot große Marken im Kampf um den Gesamtsieg zurück in die Sarthe. Dementsprechend groß war auch der Andrang an Publikum und das mediale Interesse. Dass dann nach 1965 erstmals ein Ferrari als Sieger durchs Ziel fuhr, war (zumindest für Fans der Marke) eine unglaublich schöne Geschichte. Über das Rennen werden wir sicher noch öfter schreiben, wenn die passenden Modellautos ausgeliefert werden.

In 1:43 gehört die Spitzenposition Spark und Porsche, der für den Markenshop produzierte 963 mit der Startnummer 75 wurde als erste Miniatur von Le Mans 2023 soeben ausgeliefert und kann direkt dort portofrei bestellt werden. Ob die mit der üblichen Wartezeit im normalen Spark-Programm präsentierten Autos über mehr Details verfügen, wird man dann sehen. Auf den ersten Blick ist das in der größeren Porsche-Box ausgelieferte Modell tadellos.

Bereits im Dezember 2020 fiel im Hause Porsche die Entscheidung, einen LMDh-Prototypen für den Einsatz ab 2023 zu entwickeln. Man fand es interessant, sowohl in der amerikanischen IMSA-Championship wie auch in der FIA-Langstrecken-Meisterschaft mit dem gleichen Fahrzeug zu konkurrieren. Als Einsatzteam für die Werksautos konnte man Penske Racing gewinnen, mit der Mannschaft von Roger Penske hatte man ja schon früher große Erfolge zu verzeichnen. Da man sich für das LMDh-Reglement entschieden hatte, musste man das LMP2-Normchassis eines von vier Herstellern auswählen, die Wahl fiel auf Multimatic. Der verwendete V8 mit 4,6 Litern Hubraum stammt ursprünglich aus dem Supersportwagen 918, hat seine Wurzeln aber sogar aus dem RS Spyder von 2006, der damals ebenfalls von Penske eingesetzt wurde. Während die Hybridkomponenten und das Getriebe laut Reglement Einheitsteile sein müssen, hatte man beim Motor größere Freiheiten, allerdings ist auch die Leistungsabgabe präzise vorgeschrieben. Das Design soll laut Porsche vor allem an der Front an den erfolgreichen Porsche 962 erinnern, was ich allerdings nicht so erkennen kann.

Der Start in die Saison verlief eher holprig, aber immerhin konnte Penske beim dritten Rennen der IMSA-Serie den ersten von insgesamt drei Siegen in elf Läufen feiern, da hat man sich bestimmt mehr erwartet. In der FIA-Meisterschaft gab es sogar nur zwei dritte Plätze. Für das Jubiläumsrennen in Le Mans meldete Penske neben den beiden üblichen 963 noch ein weiteres Fahrzeug, das man aus der IMSA holte und passend zum Jubiläum der Marke Porsche mit der Startnummer 75 einsetzte. Besonders auffallend war die Sonderlackierung der drei Le Mans-Renner. Die farbigen Streifen sollen eine Reminiszenz an frühere Erfolge oder besondere Rennautos darstellen. Vom Gulf-Orange über das Rosa des 917 Schweinchens, das Grün des Hippie-917, das Hellblau von Martini, das Dunkelblau von Rothmans, das Rot des Le Mans-Siegers von 1970 bis hin zum Gelb des RS Spyders reicht die Bandbreite. Ob man das jetzt nur als PR-Gag empfindet, sei dahingestellt, auf dem Auto wirkt es jedenfalls ganz attraktiv und strahlt Dynamik und Tempo aus.

Die 24 Stunden verliefen für Porsche eher unbefriedigend. Mit insgesamt 16 Teilnehmern bei den Hypercars und LMDh-Prototypen war die Konkurrenz groß, wobei Toyota zwar bereits zwei Jahre Erfahrungsvorsprung hatte, aber kurzfristig 37 kg Zusatzgewicht aufgebrummt bekam, Ferrari kam mit 24 kg noch etwas glimpflicher davon. Für die Porsches gab es bereits in den frühen Abendstunden erste Probleme, von technischen Defekten über Strafen bis hin zu Fahrfehlern war alles geboten. So beendete der beste der drei Penske-Porsche das Rennen lediglich auf Rang 9. Das Vorbild des Spark-Modells mit der Startnummer 75 und den Piloten Felipe Nasr / Mathieu Jaminet / Nick Tandy blieb schon nach 84 Runden ohne Benzindruck auf der Strecke stehen und der unglückliche Franzose Jaminet konnte es nicht mehr starten.

Wie schon anfangs erwähnt, findet man in der Porsche-üblichen Verpackung ein typisches Spark-Modell. Die Gesamtform, die Lackierung und die Dekoration sind perfekt, auch im Vergleich mit Bildern vom Original. Räder und Reifen mit umfangreicher Bedruckung sind genauso gut reproduziert wie die farbigen, mit Schriftzug versehenen Bremssättel. Tolle Frontscheinwerfer, filigrane Antennen und Staurohr, feine Leitbleche auf dem Cockpitdach sind zu sehen, besonders erfreulich, dass auch das hintere Leuchtband mit Porsche-Schriftzug transparent nachgebildet ist. Die aerodynamische Form der Bodenplatte und die vordere Radaufhängung sind von unten zu sehen, der Frontsplitter besitzt eine feine Carbonstruktur wie auch der Boden der seitlichen Luftkanäle. Vom Cockpit ist kaum etwas zu sehen, einen genaueren Blick, der mit dem Versuch, das Modell zu zerlegen einhergehen würde, habe ich nicht gewagt. In meinen Augen eine perfekte Miniatur, mal sehen, ob die später verfügbaren Fachhandelsvarianten wirklich mehr Details zeigen.

Porsche 963 # 75 Team Penske Le Mans 2023, Spark für Porsche, Bestellnummer WAP0200240R0LM, Auslieferung Dezember 2023, keine bekannte Limitierung, Made in China. Bestellbar direkt bei Porsche, portofrei in Deutschland, Preis 69,- Euro.

Fotos und Text: Rudi Seidel

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