Freitag, 5. März 2021

Der Erfolg blieb aus - Porsche 911 RSR Le Mans 2020 von Spark für Porsche, 1:43

Im September 2019 präsentierte Porsche eine überarbeitete Version seines erfolgreichen GT-Sportwagens. Obwohl die optischen Unterschiede nicht allzu auffällig waren, waren angeblich 95 % des Autos neu. Man arbeitete an der Sicherheit, Servicefreundlichkeit und Zuverlässigkeit. Als Triebwerk diente der bisher größte Sechszylinder-Boxer mit 4,2 Liter Hubraum und ca. 515 PS, weiterhin ohne Aufladung. Durch eine neue Auspuffführung, bei der die Endrohre vor den Hinterrädern münden, konnte der Diffusor geändert und damit die aerodynamische Effizienz verbessert werden.

Für Le Mans 2020 wurden zwei Fahrzeuge präpariert, da leider die amerikanischen Teams coronabedingt absagten. Optisch wollte man an den ersten Porsche-Sieg 1970 erinnern, so trugen beide 911 die Jahreszahl in grafischer Gestaltung auf Front und Dach, während die #91 teils rot lackiert wurde wie der damalige Sieger-917, war das Schwesterauto mit der #92 schwarz. Von rechts gesehen waren aber beide Autos weiß, letztlich ein spektakuläres, aber meiner Meinung nicht gerade attraktives Design.

Das Rennen lief für die Zuffenhausener suboptimal, immerhin startete der #91 911 RSR mit Gianmaria Bruni, Richard Lietz und Fred Makowiecki von der Pole Position der GT, aber am Ende der Nacht begannen die Probleme. Gegen 6 Uhr am Sonntagmorgen musste der #91 Porsche für eine rund 20-minütige Reparatur der Elektrik die Box ansteuern und verlor den Anschluss an die Konkurrenz von Aston Martin und Ferrari. Der zweite 911er mit Michael Christensen, Kevin Estre und Laurens Vanthoor büßte bereits nach fünf Rennstunden aufgrund eines Defekts an der Servolenkung mehr als zehn Runden ein. Weitere Reparaturarbeiten ließen den Rückstand auf insgesamt 15 Umläufe ansteigen. Am Ende blieben den beiden 911ern nur Platz 5 und 6 hinter zwei Aston Martin und zwei Ferrari, das war viel zu wenig für das erfolgsverwöhnte Team.

Ursprünglich sollten die beiden Porsche bei Spark erscheinen, aktuell gibt es sie aber nur als auf je 2020 Exemplare limitierte und nummerierte Porsche-Exklusivmodelle in einer Sonderverpackung direkt beim Hersteller oder bei manchen Händlern wie Cartima oder CK. Die Miniaturen entsprechen dem üblichen Spark-Niveau für moderne GTs, perfekte Form, viele feine Details, einwandfreie Fertigungsqualität. Auffallend die feinen Räder und die minimale Bodenfreiheit, der 911 RSR klebt förmlich auf der Piste. Wenn auch der Erfolg des Vorbilds übersichtlich war, wird die Miniatur sicher in viele Sammlervitrinen finden, für mich sind diese modernen GTs die aktuell attraktivsten Rennautos

Fotos und Text: Rudi Seidel

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