Donnerstag, 26. Juni 2014

Der nchste Streich der Gold Edition - Porsche 934 Kremer Vaillant von Raceland/Spark, 1:43

Im Jahr 1976 wurde das Reglement der Gruppen 3 und 4 als auch der Gruppe 5 grndlich verndert. Porsche baute fr Werkseinstze in der Marken-WM den 935 auf, fr Kunden, die in der Gruppe 4 antreten wollten, wurde der Porsche 934 angeboten. Technisch und optisch basierte der 934 auf dem Straenmodell 930. Das Reglement der Gruppe 4 erlaubte nderungen zur Serie nur in begrenztem Mae. Aufgrund der gesteigerten Motorleistung (260 PS Serie, 485 PS Gruppe 4) und der beschrnkten Mglichkeit, den mechanischen und aerodynamischen Grip zu erhhen, war der 934 schwer zu beherrschen. Porsche bot deshalb eine Aufrstung zum Gruppe 5-Fahrzeug an, die ab 1977 von den Kunden gerne genutzt wurde, da es fr Gruppe 4-Fahrzeuge kaum mehr Bettigungsfelder gab. Speziell fr die Kunden in den USA gab es noch eine Version mit strkerem Motor.

Das Sparkmodell zeigt den ersten an Porsche-Kremer gelieferten 934 (930 670 0158). Der Wagen wurde hauptschlich in der DRM eingesetzt, aber auch in der GT-EM und in Le Mans. 1977 ging der 934 an Dieter Schornstein, der das Fahrzeug in der DRM und Marken-WM einsetzte, ab Mai 1977 dann in Gruppe 5 Konfiguration (934/5). Wie viele seiner Brder wechselte das Auto noch fter den Besitzer, um 1980 dann in den USA zu landen. Manfred Freisinger erwarb den 934 2006 und restaurierte das Auto in den Zustand von Le Mans 1976.

Zum Rennen am Norisring am 27. Juni 1976: Aufgrund der groen Hitze wurde fr die Khlung der Bremsen ein System der Firma Ate verwendet, das Wasser in die Belftungskanle der vorderen Bremsen spritzte, pro Runde ca. 0,5 Liter. Dadurch wurde die Khlwirkung um 20 % verbessert und die Bremsen hielten auch am Norisring durch. Dem Verbot solcher Systeme durch die FIA ging der findige Rennleiter Gernot Leistner durch eine Strafe aus dem Weg; jeder "beltter" musste die grandiose Summe von 1,- DM bezahlen . . .

Trotz der Intervention des Kremer-Rennstalls fand zuerst das Rennen zur GT-Europameisterschaft statt, und um Wolleks eigentliches Einsatzfahrzeug, den grnen 934 (930 670 0167), zu schonen, bekam er dafr Heyers weies Auto. Leider brach nach einem Drittel des Rennens der 4. Gang und Bob Wollek gab auf. Beim DRM-Lauf, der gleichzeitig wegen der hohen Siegprmie das sogenannte Geldrennen war, lie sich der Elssser dann nicht lumpen und gewann vor Reinhard Stenzel in einem Max-Moritz-934.

Nachdem wir das Le Mans-Fahrzeug bereits prsentiert und fr recht gut befunden haben, waren wir gespannt, ob und wie noch Verbesserungen ausgefhrt wurden. Im direkten Vergleich fllt auf, dass die Linie der Seitenfenster optimiert wurde, dass der Aufkleber in der Seitenscheibe ergnzt wurde und dass die Rckstrahler in der hinteren Stostange jetzt die richtige Gre haben. Die Beklebung sieht sehr vorbildgetreu aus, dass selbst kleinste Details wie Notschalter (auch innen) und Abschleppsen nicht fehlen, ist man von Spark ja gewohnt. Die Einpresstiefe der Felgen und die etwas gro wirkenden Rder hat man beibehalten, etwas fraglich scheint uns, dass die Lufteinlassgitter im Frontspoiler wei lackiert sind, auf Fotos wirken sie eher dunkel. Aber das ist wieder einmal Kritik auf sehr hohem Niveau, insgesamt ist auch dieser 934 ein sehr schnes Modell. Im Bereich der Stostangen fallen bei unserem Fotomuster einige kleine Ungenauigkeiten bei den schwarz lackierten Teilen auf. Das kann ein Einzelfall sein, bei einem anderen Exemplar, das wir begutachten konnten, war alles bestens. Das Gold Edition-Modell ist auf nur 300 Exemplare limitiert. Mit den Jahren kommt dank Raceland eine schne Sammlung von Norisring-Autos zusammen, die fr frnkisches Lokalkolorit in der Vitrine sorgt.

Kurioserweise hat Minichamps nach langer Wartezeit jetzt genau das gleiche Auto prsentiert, wir tendieren aber stark zum wesentlich feiner detaillierten Spark-934.

Die Variante als 934/5 von Dieter Schornstein aus der DRM 1977 hat Spark brigens in der Lnderserie Deutschland angekndigt.

Fr unser Fotomuster danken wir unserem Fachhandelspartner Raceland.

Fotos und Text: Rudi Seidel. Vielen Dank an Robert Balb fr die Untersttzung.

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