Sonntag, 1. Dezember 2013

Der Weltmeister - Porsche 908 1000 km Spa 1969 von Spark, 1:43

Der Porsche 908 wurde speziell auf das fr 1968 von der FIA ausgegebene Hubraumlimit von 3 Liter fr die Markenweltmeisterschaft ausgelegt. Er war auch der erste Prototyp, abgesehen von einigen Bergspydern, der von Anfang an fr nur einen Motor entworfen wurde. Der drei Liter-V 8 mit der Bezeichnung 908 wurde in allen Versionen des Porsche 908 verbaut. Varianten gab es viele, 908 Kurz - und Langheck-Coup, 908-02 Spyder, 908-02 Flunder (eine Art Facelift), ab 1970 den 908.03 und zuletzt den 908-03 Turbo. Die ersten 908 sahen dem Vorgnger 907 noch sehr hnlich. 1968 lief der Porsche 908 noch nicht zur vollen Zufriedenheit der Ingenieure, das nderte sich im nchsten Jahr. Mehr als die Hlfte bekamen einen Aluminiumrahmen, der spter mit einem Druckanschluss versehen wurde, um anhand eines eventuellen Druckverlustes Schden frhzeitig zu erkennen. Je nach Strecke wurden 1969 Langheckcoups oder Spyder eingesetzt, auer in Le Mans, hier wurde zu den Coups auch einmalig ein Langheckspyder an den Start gebracht. Da zum Ende der Saison der Porsche 917 langsam das Laufen lernte, wurden die 908 an Kunden verkauft. Der letzte Einsatz eines Langheck-Coups fand 1972 in Le Mans statt, besonders die 908-03 liefen noch bis 1976. Immerhin war es der Porsche 908, der den Zuffenhausenern 1969 die Marken WM sicherte.

Modelle dieses Rennwagens in 1:43 gibt es mittlerweile reichlich. Lang- und Kurzheckcoups von Minichamps, Schuco und EBBRO, diverse 908-02 und 03 von EBBRO, Best und Spark. Die Langheckversionen von Minichamps und EBBRO konnten nicht zu 100% berzeugen, nun hat sich Spark auch diesem Thema angenommen. Glcklicherweise hat man auf eine nochmalige Auflage des 1969er Le Mans Autos verzichtet, sondern den ersten und zweiten der 1000 Km Paris 1968 und den Sieger der 1000 Km Spa 1969 ins Programm genommen.

Die Frage ist, hat das Spark-Modell das Zeug zum Weltmeister?
Wir haben uns das Modell des Spa Siegers von 1969 vorgenommen. Die schlanke, leicht taillierte Form ist gut wiedergegeben. Das Finish der Resinkarosserie mit weiem Lack ist makellos. Die wenigen Dekorationen einwandfrei, dass bei den seitlichen Startnummern die fnf weiter nach unten reicht als die zwei ist korrekt. Die grnen Applikationen an Nase und Flossen wurden sauber angebracht, eine Besonderheit dieses Fahrzeuges sind die abgedeckten oberen Scheinwerfer und die Flaps am Bug. Die Haubenverschlsse und Wagenheberaufnahmen sind als separate tzteile eingesetzt, ebenso der Notausschalter. Durch die schwarz lackierten Magnesiumfelgen erkennt man sehr gut die Bremsanlage. Jeder, der so ein Fahrzeug schon mal im Original gesehen hat, wei, dass das Modell eigentlich zu makellos ist. Die extrem dnnen GFK-Karosserien wurden nur so wenig wie ntig mit Lack berzogen, Schnheit gewinnt eben keine Rennen. Das Cockpit zeigt sich gewohnt dunkel, aber mit Hilfe einer Taschenlampe erkennt man, dass alle Instrumente und Bedienelemente vorhanden sind. Etwas strend ist das Fehlen jeglicher Gurte. Der Scheibenwischer ist ein tzteil, nicht automatisch ein Vorteil, aber bei den Prototypen der Sechziger deutlich realistischer als Spritzguss. Vllig unverstndlich ist allerdings, dass Spark den Wischer spiegelverkehrt montiert hat. Das Wischerblatt muss nach links. Sicherlich kann ein halbwegs begabter Bastler diesen Lapsus schnell beheben, eigenartigerweise sind die Wischer an den beiden Paris-Autos richtig montiert. Eine zweite Kleinigkeit sieht man am Heck. Die Bettigungen der Klappen am Flgel mssten L- frmig in den Flossen verschwinden. Am Modell gehen sie senkrecht nach unten bis zur Haube. So kann man auch die Funktion nicht erkennen. Die Klappen wurden von der jeweiligen Radaufhngung bettigt, um das kurveninnere Rad zu belasten.
Fazit: Ein schnes Modell, dass es so auch noch nicht gab. Durch die angesprochenen Fehler aber, im Gegensatz zum Original, haarscharf am Titel vorbei.

Unser Fotomuster kommt von Supercars in Mnchen, vielen Dank dafr.

Fotos und Text. Robert Balb

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