Sonntag, 1. Mrz 2009

OSCA MT4 Mille Miglia - ein Kleinod von Lux Beta

Lux Beta hat ein Herz fr die kleineren italienischen Marken, und mit dem OSCA MT4 hat man ein Meisterstck abgeliefert.

Nachdem die Brder Maserati die von ihnen gegrndete Firma im Streit verlassen hatten, grndeten sie am 1. Dezember 1947 eine neue Marke namens Officina Specializzata Costruzioni Automobili, um Rennsportwagen zu bauen. Schon 1948 erschien der MT4, der in verschiedenen Versionen bis weit in die fnfziger Jahre in Europa und auch in Amerika unzhlige Erfolge erzielte. Den Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen gab es mit 1100, 1350 und 1500 ccm, bis 1956 wurden immerhin knapp 80 MT4 mit verschiedenen Aufbauten produziert. ungezhlte Siege in lokalen italienischen Rennen sowohl auf der Rundstrecke als auch am Berg, aber auch respektable Platzierungen und Klassensiege bei internationalen Ereignissen wie der Mille Miglia zeigten die Leistungsfhigkeit der kleinen Sportwagen. Zu den bekanntesten Fahrern zhlten Chiron, Villoresi, de Portago, Wolfgang Seidel, Maria Teresa de Filippis und in den USA Cunningham, Shelby und Spears. Der grte Sieg wurde zweifellos von Stirling Moss/Lloyd bei den 12 Stunden von Sebring 1954 eingefahren. In den sechziger Jahren verlor die Marke leider an Bedeutung und nach der bernahme durch MV Agusta 1963 kam auch bald das Ende von OSCA.

Doch nun zum Modell: Verpackt in eine elegante rotmetallicfarbene Box und eine hochwertige Vitrine kommt der OSCA zum Kunden. Auf der Bodenplatte ist ein Metallschild mit der genauen Bezeichnung und der Seriennummer befestigt. Es gibt je 250 Stck von diesen drei Versionen: ohne Nummer in rot mit blauem Keil auf der Haube, Nr. 77 in wei, ein Auto des amerikanischen Privatfahrers Rees Makin und die hier gezeigte Version von der Mille Miglia 1957, mit der Masperi/Foglietti den 5. Platz in der Klasse belegen konnten.

Schon der erste Eindruck ist perfekt: Die feine Linie und die Zierlichkeit der kleinen Barchetta sind wunderbar wiedergegeben. Scheinwerfer, Khlergrill und das dahinterliegende Gitter verdienen Hchstnoten. Lackfinish und Nummern sind erste Klasse, Speichenrder und alle anderen Anbauteile gengen hohen Ansprchen. Der Hhepunkt ist aber die Innenraumgestaltung. Ein solch filigranes Lenkrad zusammen mit den Details am Armaturenbrett, auf dem Mitteltunnel und im Furaum ergeben mit dem Grundierungsfinish der Trinnenseiten, den Schalensitzen und der schnen Cockpitumrandung sowie der perfekt eingepassten Scheibe ein einwandfreies Cockpit. Bei soviel Lob eine kleine Kritik: Beim Vergleich mit dem auch im Katalog abgebildeten Heckfoto sieht man Unterschiede bei der Nummernplatzierung, beim Tankverschluss und bei der Nummernschildbeleuchtung. Wer sich daran strt, sollte einfach eine der anderen Versionen whlen. Die Fertigungsqualitt war brigens bei allen Modellen, die wir gesehen haben, auerordentlich gut.

Als Fazit lsst sich sagen, dass wir wohl schon im Februar eines der schnsten Modelle des Jahres 2009 vor der Linse hatten und dass der Hersteller hoffentlich diesen Weg weiterverfolgt.

Wir danken Roland Ender von Lux Beta fr die Untersttzung.

Text und Fotos: Rudi Seidel

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