Donnerstag, 5. Juli 2007

60 Jahre Ferrari - Der Modell-Favorit von Rainer Doussier

Meine Leidenschaft zu Ferrari begann Mitte der 80er im Alter von 15 oder 16 Jahren. Zwar war ich von Kindesbeinen an ein Autonarr und Ferrari war mir natrlich ein Begriff, doch jener Sommertag, an dem ich erstmals das legendre Autohaus BECKER in Dsseldorf besuchte, sollte dieses ganz bestimmte Virus entfachen, das man nie wieder los wird. Wer einmal unmittelbar neben dem startenden 12-Zylinder-Triebwerk eines Testarossa gestanden hat, der bekommt diesen infernalischen Sound nicht mehr aus seinen Gehrgngen.

Bestand meine Modellautosammlung bis zu diesem Zeitpunkt hauptschlich aus einer bunten Vielfalt von 1/87ern und einer Reihe von 1/24-Modellbaustzen, gesellte sich an diesem Tag aus der Ferrari-Boutique von AUTO BECKER mein erster 1:18er hinzu: Ein '84 Testarossa von Bburago!

Zunchst fasziniert von der Grsse des Modells mangelte es mir aber schnell an der vorbildgerechten
Farbgebung. Als Modellbauer war ich es gewohnt, durch Bemalung kleinster Details das Modell so
originalgetreu wie mglich zu gestalten. Anhand von Fotos, die ich selbst gemacht hatte oder in diversen Bchern und Magazinen fand, legte ich also Hand an den "Rotkopf". Fortan hatte ich einen neuen Hobbyzweig entdeckt: Das "Supern" von 1/18-Ferraris.

Das Cavallo rampante "en miniature" beherrschte nun meinen Alltag, schnell folgten weitere Typen,
wie 288 GTO, 250 GTO, 250 TR, usw. Wer erinnert sich nicht an das sagenumwobene Erscheinen des (angeblich limitierten) F40? Aberwitzige Summen wurden da in Zeitungsannoncen geboten - wohlgemerkt, fr das Modell! Ich habe meinen bei Karstadt gekauft, fr damals regulre 34,95 DM...

Der 1/18-Markt boomte und im Laufe der Jahre gesellten sich weitere Anbieter hinzu. Maisto, Mira, Techno Giodi und wie sie alle hiessen - doch keiner von denen vermochte es, in den Modellen diesen Charme rberzubringen, wie es Bburago konnte. 250 LM, 348tb, 456 GT, F50, 550 Maranello, alle irgendwie simpel aber irgendwie trotzdem schn.

Mittlerweile fhrte mich das Schicksal auch beruflich in Richtung Modellautos und meine Sammlung expandierte mit anderen (hauptschlich deutschen) Marken. Doch auch wenn die Verbindung von Ferrari und Mattel alles andere als meiner Wunschvorstellung entsprach, blieben Ferraris und deren optische Verfeinerung stets ein Thema fr mich.

Inzwischen ist das Virus nicht mehr ganz so akut aber es ist resistent. Genauso resistent, wie mein erster Testarossa, der immer noch in meiner Vitrine steht. Er ist nicht der schnste Ferrari aber er erinnert mich an den Beginn dieser Leidenschaft, wie man sich an seine erste Freundin erinnert, und er wird mich wohl bis ins Grab begleiten...

Forza Ferrari!


Text und Fotos: Rainer Doussier
www.raidou-models.de

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